CBD Öl bei PMS Beschwerden einsetzen? Diese Frage stellen sich immer mehr Frauen und auch die Forschung. Generell lässt sich sagen: Der Einsatz von CBD-Öl bei zyklusbedingten Beschwerden wird immer mehr erforscht. Da es sich um einen jungen Forschungsgegenstand handelt, gibt es keine Langzeitstudien und auch die Menge an klinischen Studien ist überschaubar.
Dennoch lassen sich aus den bereits vorhandenen Studien einige Erkenntnisse ableiten. Die vermutlich wichtigste Erkenntnis zu Beginn: Die aktuelle Studienlage deutet darauf hin, dass CBD gut verträglich ist und keine nennenswerten Nebenwirkungen hat.
CBD Öl bei PMS: Aktuelle Forschungslage
Werfen wir nun einen Blick auf die aktuelle Forschungslage zu CBD Öl bei PMS. Einige Studien zeigen, dass Cannabidiol (CBD) potentiell bei der Behandlung von prämenstruellen Symptomen (PMS) und prämenstrueller dysphorischer Störung (PMDD) helfen könnte. Bitte beachte die vorsichtige Formulierung. Denn noch gibt es nicht die notwendige Masse an Studien und Kontrollstudien, um hierzu eine zuverlässige Aussage zu machen.
Dennoch machen viele Frauen positive Erfahrungen mit dem Einsatz von CBD Öl bei PMS. Da es bei entsprechender Dosierung keine nennenswerten Nebenwirkungen hat, wird es gerne ausprobiert. In welchem Ausmaß CBD-Öl zyklusunterstützend ist, muss aber noch näher erforscht werden.
Wichtige Erkenntnisse aus Studien: CBD Öl bei PMS
Welche konkreten Erkenntnisse zu CBD Öl bei PMS gibt es denn nun?
- Symptomlinderung durch CBD
CBD zeigte eine Reduktion von zyklusbedingten Beschwerden, einschließlich Stress, Angst, Reizbarkeit und Schmerzen. In einer Studie mit 33 Teilnehmerinnen, die über drei Monate hinweg ein CBD Präparat einnahmen, wurden signifikante Verbesserungen in der Symptomschwere und der allgemeinen Lebensqualität festgestellt. - Wirksamkeit bei psychologischen Symptomen
Eine Studie berichtete insbesondere über eine Abnahme von Angst, Reizbarkeit und Stress. Diese Effekte wurden bei in beiden Forschungsgruppen mit unterschiedlicher Dosierung beobachtet, wobei höhere Dosen tendenziell stärkere Effekte hatten. - CBD als entzündungshemmendes Mittel
Physiologische Symptome wie Kopfschmerzen, Krämpfe und Blähungen, die häufig mit PMS verbunden sind, könnten durch die entzündungshemmenden Eigenschaften von CBD gelindert werden. - Sicherheit und Verträglichkeit
CBD wurde gut vertragen und zeigte keine nennenswerten Nebenwirkungen. Dies macht es zu einer vielversprechenden Ergänzung bei etablierten Behandlungen wie hormonellen Therapien oder Antidepressiva, die oft Nebenwirkungen haben.
Erste Hinweise auf positive Effekte von CBD
Tatsächlich entstanden einige der Forschungserkenntnisse aus der Suchtforschung. Einige suchtkranke Frauen gaben an, dass sie Cannabis einsetzen würden, um zyklusbedingte Symptome zu lindern. Klar ist, dass der Konsum von Cannabis nicht nur illegal, sondern auch problembehaftet ist und mit Nebenwirkungen einhergeht.
Während der Wunsch nach Symptomlinderung also verständlich ist, ist das gewählte Mittel nicht ideal. In der Cannabisforschung befasste man sich zunehmend mit den einzelnen Wirkstoffen der Cannabispflanze und ihren Wirkungen. Das führte zu zahlreichen Erkenntnissen, so etwa, dass der Bestandteil THC (Tetrahydrocannabinol) eine berauschende Wirkung hat, wohingegen CBD (Cannabidiol) nicht berauschend wirkt. So wurde bei CBD eine entzündungshemmende, schmerzlindernde und psychologisch ausgleichende Wirkung nachgewiesen, jedoch ohne Rauschzustände auszulösen.
Viele Frauen, die Cannabis zur Symptomlinderung bei zyklusbedingten Beschwerden nutzen, profitieren also von den Wirkungen des CBD, sind jedoch gleichzeitig der berauschenden Wirkung des THC ausgesetzt, ob diese nun gewünscht ist oder nicht.

Abbildung 1: Wirkstoffe der Cannabispflanze, Leinen et al. 2023[1]
Extrahiertes CBD – Forschung
Es gibt immer mehr Studien zum Thema CBD und seiner Wirkung auf den menschlichen Körper. Der medizinische Einsatz von CBD hält immer mehr Einzug in der Praxis; so etwa zur Schmerzlinderung:
“At present, opioids stand as the sole medication capable of addressing chronic pain, although a range of adverse effects accompanies their usage. However, there is potential to circumvent these drawbacks by considering low-dose cannabinoids as an alternative option.”[2]
zu Deutsch (keine offizielle Übersetzung):
„Derzeit sind Opioide die einzigen Medikamente, die gegen chronische Schmerzen eingesetzt werden können, obwohl ihre Verwendung mit einer Reihe von unerwünschten Wirkungen einhergeht. Es besteht jedoch die Möglichkeit, diese Nachteile zu umgehen, indem niedrig dosierte Cannabinoide als alternative Option in Betracht gezogen werden.“
Beachte jedoch, dass es sich hierbei um medizinisches Cannabis handelt, das verschreibungspflichtig und nicht am freien Markt erhältlich ist.
CBD Öl wird zumeist als Aroma-Produkt gehandelt. Denn es enthält zwar CBD, jedoch in geringen Dosen. Die Dosis erkennst du an der Prozent-Angabe. Manche Anbieter fügen auch Labortests mit genauer Angabe zum CBD-Gehalt bei den jeweiligen Produktbeschreibungen hinzu. Die aktuell zulässige Dosis für den freien Handel wird in Europa von der EU und nationalen Behörden festgelegt. Bei CBD Öl handelt es sich also nicht um ein medizinisches Produkt.
Fazit: CBD Öl bei PMS
Die aktuelle Studienlage deutet darauf hin, dass CBD eine wirksame und gut verträgliche Option zur Behandlung von PMS sein könnte, insbesondere bei Symptomen wie Stress, Angst und Schmerzen. Weitere Forschung ist jedoch erforderlich, um die optimale Dosierung und Langzeitwirkungen besser zu verstehen.
[1] Leinen, Z.J.; Mohan, R.; Premadasa, L.S.; Acharya, A.; Mohan, M.; Byrareddy, S.N. Therapeutic Potential of Cannabis: A Comprehensive Review of Current and Future Applications. Biomedicines 2023, 11, 2630. https://doi.org/10.3390/biomedicines11102630, p. 2
[2] Leinen, Z.J.; Mohan, R.; Premadasa, L.S.; Acharya, A.; Mohan, M.; Byrareddy, S.N. Therapeutic Potential of Cannabis: A Comprehensive Review of Current and Future Applications. Biomedicines 2023, 11, 2630. https://doi.org/10.3390/biomedicines11102630, p. 4